Zeig uns deine Lieblingsbücher

# Autorenwahnsinn

Tag 08: Zeig uns dein (derzeitiges) Lieblingsbuch bzw. deine Lieblingsbücher

Drei Lieblingsbücher von mir sind ganz klar die Bände der Millenium-Trilogie von Stieg Larsson. Die Protagonistin Lisbeth Salander ist die erwachsene Version von Pippi Langstrumpf – cool, kompromisslos, hochbegabt, unermesslich reich, ungeheuer stark und ein echter Outlaw. Eine der stärksten Frauenfiguren, die mir in den letzten Jahren begegnet ist. Larsson setzt nicht nur der berühmten schwedischen Autorin ein Denkmal, indem er immer wieder Lindgren-Zitate einbaut, er fechtet ganz klar auf der Seite der Guten, denn seine Themen sind Gewalt gegen Frauen und die Machenschaften der alten und neuen Nazi-Bünde, die leider auch in Schweden noch nicht ausgestorben sind.

Die Tatsache, dass alle drei Bände gleich doppelt verfilmt wurden, spricht für die spannungsgeladenen Plots. Ich neige eher der schwedischen Version zu, die ich natürlich mehrmals und auch im Directors‘ Cut gesehen habe. Da kann meiner Meinung nach Hollywood mal nicht mithalten.

Deswegen hier der Trailer zum Original:

Was darf beim Schreiben nicht fehlen?

Tag 5 des #Autorenwahnsinn
 
Unbedingt dazu gehören eine Schale FirstFlushDarjeeling Tee und eine Selbstgedrehte. 😉
Die Autor*innen, die auf Mallorca dabei waren, kennen das Ritual. Unter bestimmten Umständen bin ich bereit, von meinem kostbaren Tee etwas abzugeben. Als bekennende Kaffee-Hasserin gehe ich um des sozialen Kontaktes sogar soweit, zu tolerieren, wenn morgens zwei (!) Kaffemaschinen vor sich hinbrodeln und ich in diesem … Geruch … meinen edlen Tee kochen muss. Mittlerweile kann ich sogar meine Figuren Kaffee trinken lassen. In meinem ersten Roman fiel mir das noch schwer – die Protagonistin Lale Anders trinkt ausschließlich Tee, was ihr den Spott von Enzo Gantenbein einträgt.

Tag 3 der Autoren-Challenge: Was hat dich dazu inspiriert, dieses Projekt zu schreiben?

Was hat dich dazu inspiriert, dieses Projekt zu schreiben? fragen die Möwen

Verschiedene Figuren sind autobiografisch inspiriert – wie auch sonst soll eine Künstlerin ihre Inspiration finden? Ich gebe zu, dass es mir gefällt, sie in meinen Büchern zu überzeichnen und ihnen Worte in den Mund zu legen, die meine Interpretation wiedergeben. Kurz gesagt, der Gedanke, dass ich meine eigene Welt erschaffe, und alle das tun, was mir in den Sinn kommt, ist sehr reizvoll für mich. Auf der anderen Seite ist mir sehr daran gelegen, meinen Leser*innen eine vorzügliche Unterhaltung zu bieten.

Der zentrale Konflikt in meinem neuen Roman dreht sich um das Thema „Eine Frau in reiferem Alter verliebt sich in einen zwanzig Jahre jüngeren Mann“. Für Männer war und ist das noch nie ein Problem gewesen, aber auch heutzutage sorgt eine solche Konstellation noch immer für Aufregung oder zumindest für abwertende Kommentare. Ein Beispiel: Im September 2016 fiel mir das Boulevard-Magazin „Bunte“ in die Hände. Ich schlug es auf und las im Editorial, dass die Schauspielerin Nastassja Kinski unlängst von Hollywood in den Schwarzwald gezogen sei. Der Grund dafür wird wie folgt geschildert: „Die Liebe trug die dreifache Mutter in die Arme von Tänzer Illia Russo. Der ist nicht nur verheiratet. Er ist – und hier rümpfen viele die Nase – auch noch 25 Jahre jünger als sie!“ In dem Tenor geht es weiter, im letzten Absatz wird der Bezug zu „naivien Träumen verliebter Teenager“ hergestellt und impliziert, dass es ja auch schiefgehen könnte.

Dieses kleine Beispiel zeigt, dass es noch lange nicht selbstverständlich ist, wenn eine Frau ab vierzig attraktiv und sexuell selbstbestimmt das tut, was sie für richtig hält. In meinen Romanen behandele ich gerne Themen, die eingefahrene Konventionen und neue Wege aufzeigen. Meiner Meinung nach braucht die Welt starke, neue Heldinnen, die als Vorbilder oder zumindest als Inspiration dienen können. Es gibt mehr Rollen auf der Welt als die Geschichte des Patriarchats uns glauben machen will – jenseits von Prinzessinnen-Träumen liegt uns die Welt zu Füßen. Wenn wir lernen, selbst Verantwortung zu übernehmen, anstatt auf den (älteren, erfahrenen) Prinzen zu warten, warten jede Menge Abenteuer, Glück, Befreiung und Spaß als Belohnung auf uns. Mein neuer Roman zeigt das auf humorvolle Weise.

Ein frohes neues Jahr mit dem Start der Challenge 31 Tage Autorenalltag

Allen Lerser*innen wünsche ich ein hoffnunggsfrohes, friedvolles, gesundes und erfolgreiches 2017!

Das neue Jahr beginnt mit der Challenge 31 Tage Autorenwahnsinn, bei der ich dich täglich mit News aus meinen Autorenalltag auf dem Laufenden halte. Schau also gerne täglich rein und habe Anteil an Erstehungsprozessen rund um mein neues Projekt.

Es beginnt mit der Aufgabe: Zeig uns ein Bild, das du mit deinem Schreibjahr 2016 in Verbindung bringst.

Das Foto siehst du oben, denn es zeigt mich bei der Arbeit während des Schreibworkshops auf Mallorca im November 2016. Von den Anregungen und dem lebhaften Austausch mit 7 anderen Autor*innen zehre ich bis heute. Es war eine gute Übung in Schreibdisziplin mit hohem Spaßfaktor und definitv der beste Schreibworkshop ever.

 

Einen guten Rutsch ins Neue Jahr!

Ich wünsche allen Leseratten und Fans einen guten, wohlbehaltenen und erquicklichen Rutsch ins Neue Jahr! Freu dich mit mir auf einen neuen Roman, der im Laufe des Jahres das Licht der Welt erblicken wird. Ich werde darüber berichten.

Gestern Abend war ich in der Kölner Philharmonie zum einizigen Konzert, welches der begnadete Chilly Gonzales einmal im Jahr in Köln zum Besten gibt, obwohl er ein Immi ist. Da seine beschwingte Musik mich beim Schreiben begleitet und er sogar im neuen Roman auftaucht, lasse ich dich gerne daran teilhaben.

Herzliche Grüße von Lucia

Towanda!

Hier ist die köstliche „Towanda“-Szene aus dem Film „Grüne Tomaten“. Ich zitiere diese Szene im vorletzten Kapitel meines Romans „Sie kann auch anders“, als Lale und Saskia sich auf das fulminante Ende vorbereiten.

Bei mir klingt es so:
„„Towanda!“ Saskia sprach das Wort ganz leise aus. Betont leise und mit rauchiger Stimme. Es war eine Drohung. Und sie meinte es ebenso ernst wie damals Evelyn in dem Film ‚Grüne Tomaten’.
Lale verstand und musste grinsen. “

Hallo und Willkommen auf der neuen Autorenseite von Lucia Schwarz!

Anfang November weilte ich mit sechs anderen Autor*innen unter der Leitung von Annika Bühnemann in einer Finca auf Mallorca, um gemeinsam zu schreiben und voneinander zu lernen. Es waren fulminante Tage, angefüllt von nicht enden wollendem Austausch über die Erfahrungen, die das Leben als Schreiberling mit sich bringt, über die Vor- und Nachteile des Selfpublishing, über Herangehensweisen beim Plotten, über geschliffene Dialoge, das richtige Marketing und vieles mehr. Ein Ergebnis davon ist diese Homepage, die nun das Licht der Welt erblickt.

Ich freue mich, eine Plattform zu haben, auf der ich meine Werke präsentieren und über die Entwicklung meines neuen Projektes berichten werde.

© Foto: Annika Bühnemann